Konzept

Ein Lehrmittel zu Medien und ICT für die Mittelstufe und die Sekundarstufe

Medienkompass bietet Orientierung in den Bereichen Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, Massenmedien und Computer. Das Lehrmittel vermittelt ein Kernprogramm von Konzepten, Methoden und Verhaltensweisen für die Nutzung von Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien. Es fördert eine umfassende Medienkompetenz, indem Wissen, Handeln und Reflektieren miteinander verzahnt werden. Medienkompass beinhaltet in zwei Bänden für sechs Schuljahre insgesamt 36 aufeinander abgestimmte, aber in sich abgeschlossene Einheiten.

Titelbild medienkompass 1   Titelbild medienkompass 2

Primarstufe (4.–6. Klasse)

 

Sekundarstufe (7.–9. Klasse)


Didaktische Leitideen

Medienkompass berücksichtigt, dass die Schülerinnen und Schüler heute vielfältige ausserschulische Erfahrungen mit Medien und ICT mitbringen, und greift diese Erfahrungen auf. Das Lehrmittel leitet zum selbstständigen, handlungsorientierten Umgang mit Medien an und regt die Lernenden zur Reflexion an. Es berücksichtigt die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und beachtet Aspekte einer gleichwertigen Förderung von Mädchen und Jungen.

Das Lehrmittel betont das Grundsätzliche und Gemeinsame verschiedener Computerplattformen und ist mit verschiedenen Programmen umsetzbar. Es schafft Verbindlichkeit, indem es für die Mittelstufe und die Sekundarstufe ein Stoffprogramm anbietet, das in den drei Schuljahren zu behandeln ist. Medienkompass eignet sich für verschiedene Unterrichtsformen und ist flexibel im Einsatz.

Inhaltliche Schwerpunkte

Im Zentrum des Lehrmittels steht die Förderung einer umfassenden Medienkompetenz als Grundlage für das Leben in einer Mediengesellschaft. Die vielfältigen Themen lassen sich drei Bereichen zuordnen: Konzepte, Methoden und Verhaltensweisen. Jeder Bereich umfasst sechs Themen, die unter einem stufenspezifischen Aspekt sowohl auf der Mittelstufe als auch auf der Sekundarstufe aufgegriffen werden. So ergeben sich insgesamt 18 Einheiten pro Schülerbuch.

Bei der Wahl der Themen wurde darauf geachtet, dass sie relevant, zukunftsbezogen und exemplarisch, in der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler bedeutsam und in verschiedenen Fächern anwendbar sind.

Portale zu Medien und ICT

Folgende Portale bieten Lehrpersonen und Schulen Informationen und Dienstleitungen zu Medien und ICT:
www.medienbildung.ch (Pädagogische Hochschule Zürich)
http://edu-ict.zh.ch («bildung und ict» der Bildungsdirektion des Kantons Zürich)
www.imedias.ch (Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz)
http://campus.phbern.ch/bildungsinformatik/ (Pädagogische Hochschule Bern)

Was ist eigentlich Medienbildung?

Die Herausforderungen der Medien- und Informationsgesellschaft gehören heute zu den zentralen Aufgaben von Schule und Erziehung. Medienbildung vermittelt die Kompetenzen, um sich in dieser Medien- und Informationsgesellschaft sachgerecht, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich zu verhalten.

Der Begriff ersetzt zum einen die früheren Begriffe Medienerziehung (die sich auf traditionelle Medien wie Film, Zeitung, Fernsehen, Fotografie ausrichtete) und Informatik bzw. Schulinformatik (die sich mit Computer bzw. digitalen Medien befasste). Zum andern weist er auf die Bildungstradition hin. Medienbildung hat Selbstbestimmung und umfassende Mündigkeit zum Ziel.

Medienbildung umfasst daher ausdrücklich nicht nur Fertigkeiten in der Nutzung von Medienbeiträgen, sondern auch die Fähigkeit, Medieninhalte oder gar Mediensysteme kritisch und kompetent zu reflektieren, Medienwirkungen zu erkennen oder selbst kompetent eigene Medienbeiträge zu produzieren. (Quelle: www.medienbildung.ch)