Q&A

Fragen und Antworten

Einige der häufigsten Fragen, die zu Envol gestellt werden.

Wie bereite ich mit Envol die Mittelschul- und andere Übertrittsprüfungen vor?

Durch lernzielorientiertes Arbeiten mit envol 7 und envol 8. Für den Kanton Zürich wurden durch die Kommission «Anschlussprogramme Volksschule – Mittelschulen» neue Prüfungen erarbeitet, die sich auf Envol abstützen. Die Übertrittsprüfungen orientieren sich an den Lernzielen im Schülerbuch.

Wie und wann wechselt man innerhalb einer Unité vom Buch zum Modul?

Für den Unterricht mit Envol sind pro Unité acht Lektionen Arbeit mit dem Buch, fünf Lektionen mit den Modulen und zwei Lektionen für Evaluationen vorgesehen. Dazu kommen gemäss Lehrplan (Kanton Zürich) fünf Lektionen mit freier Unterrichtsgestaltung. Wie und wann eine Lehrperson vom Buch zum Modul oder umgekehrt wechselt, liegt in ihrem Ermessen. Im Prinzip ist ein Wechsel jederzeit möglich. Anstatt zuerst die Arbeit mit dem Buch und dem Cahier d’activités abzuschliessen, kann man auch einmal mit dem Modul in eine Unité einsteigen.

Wichtig: Die Evaluation erfolgt erst nach der Arbeit mit dem Modul. Vor allem schwächere Lernende sollen bald mit der Arbeit am Modul beginnen, auch wenn sie in gewissen Lernbereichen noch nicht sattelfest sind.

Wie findet man für eine Klasse das richtige Niveau?

Als Lehrkraft kann man sich zunächst an der Lernzielkontrolle orientieren und abschätzen, was für die eigene Klasse in Frage kommt. Bald werden und sollten die Lernenden ihr Niveau (evtl. mit etwas Unterstützung) auch selber finden.

Wie behält man den Überblick, wenn Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Niveaus arbeiten, selber in den Modulen Texte aussuchen und erst noch ein persönliches Vokabular aufbauen? Wie können da Prüfungen geschrieben werden?

Der Grundsatz der Lernautonomie beinhaltet, dass die Lernenden sich ihr Niveau selber suchen und es auch immer wieder anpassen. Dies bedingt Individualisierung mit differenzierenden Lernformen und Beobachtung von Schülerinnen und Schülern im formativen Sinn. Die Lernziele sind vorgegeben, die Frage betreffend Beurteilung ist also, ob und wie die Lernziele erfüllt werden. Es hat sich demnach nicht die ganze Klasse nach demselben Niveau auszurichten.

Ausserdem stellt sich das Problem nicht in voller Schärfe, da man ja ein Niveau als Hauptstrang auswählt und in den Modulen einige Texte als verbindlich erklärt. Das wird dann auch der Prüfungsstoff sein.

Wie gestaltet und benotet man eine Prüfung, wenn die Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Niveaus arbeiten?

Vom in der Klasse gewählten Hauptniveau ausgehen, selber Minimalanforderungen mit Hilfe der Lernzielkontrolle festsetzen (für die Note 4); eine höhere Note erreicht nur, wer zusätzliche und stofflich weitergehende Aufgaben bewältigt. Oder, falls die Zeugnisform dies zulässt: Niveau angeben und für jedes Niveau einen Massstab festsetzen. So können auch Lernende auf dem grundlegenden Niveau G mit dem Stoff für Grundanforderungen eine gute Note erzielen.

Wenn bei Übertritten auch freie mündliche und schriftliche Produktionen bewertet werden, was macht man dann bei einem Rekurs? Da kann ja nichts bewiesen werden.

Maturitätsprüfungen in Sprachfächern und viele andere Prüfungen (z.B. an der Universität) bestehen oft nur aus freien Produktionen und sind sehr wohl bewertbar. Ausserdem: Ein Massstab lässt sich nicht für eine absolute Gültigkeit festlegen. Der Durchschnitt aus summativen Lernzielkontrollen oder der Klassendurchschnitt hat bei einem Rekurs keine Beweiskraft mehr. Massgebend sind immer die Lernziele und die Frage, ob und wie sie erreicht werden. Bei einem Rekurs ist der formative Aspekt, in diesem Falle mündliche und schriftliche Produktionen, in Form eines Lernberichts einzubringen.

Warum hat es keine Dictées? Wie soll man da auf die Mittelschulaufnahmeprüfung vorbereiten?

Die Mittelschulen müssen ihre Prüfungen an Envol anpassen. Diktate prüfen nur eine ganz spezifische Fähigkeit, die zwar Aussagen über gewisse formale Fertigkeiten, nicht aber über eine allgemeine Sprachfähigkeit machen. Ziel ist es, das Dictée abzuschaffen.