1851 gründet der Erziehungsdirektor Alfred Escher auf Antrag der Lehrerschaft den Lehrmittelverlag Zürich. Der Zürcher Regierungsrat verfolgt damit drei Ziele: (1) Die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler wird durch Verwendung gleicher Lehrmittel garantiert. (2) Die Mitsprache der Lehrerschaft wird bei der Herstellung politisch neutraler Lehrmittel berücksichtigt. (3) Die Kosten für den Kanton Zürich und seine Gemeinden werden gesenkt.
Als erste Publikationen erscheinen im Lehrmittelverlag Zürich vier Rechenbüchlein. In den nächsten Jahrzehnten steigt die Anzahl publizierter Lehrmittel.

Jedoch erst der Bildungsboom in der Nachkriegszeit führt zu einem rasanten Anstieg des Sortiments. 1972 bezieht der inzwischen gewachsene Verlag die heutigen Räumlichkeiten an der Räffelstrasse 32 im Zürcher Binzquartier. 1975 führt der Verlag 320 Artikel im Sortiment. Nach einer Neustrukturierung der Erziehungsdirektion 1998 wird der Verlag neu als weitgehend selbstständiges Unternehmen der Bildungsdirektion unterstellt.
Heute beschäftigt der Verlag 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Sortiment umfasst rund 2'700 Artikel. 2004, 2008, 2010 und 2012 erhält der Verlag den international wichtigsten Preis im Bildungssektor, den Worlddidac Award, für qualitativ hochstehende und innovative Bildungsprodukte.
Der Verlag, der in seinen Anfängen ausschliesslich Lehrmittel für den Kanton Zürich herstellte, hat sich inzwischen zum Marktleader in der schweizerischen Lernmedienlandschaft entwickelt.